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Herzlich willkommen bei den Evangelischen Friedhöfen in Solingen

Evangelische Friedhöfe sind Orte, an denen Erinnerungen lebendig werden. Wir laden Sie ein, diese Orte kennen zu lernen und sich über die Leistungen der Evangelischen Friedhöfe in Solingen zu informieren. Menschen, die trauern, finden hier Orientierung bei Fragen zum Thema Bestattung und Wahl der Grabstätte – ebenso wie Unternehmen, die mit der Bestattung betraut sind.

Liebe Friedhofsbesucher,

 

die Bauarbeiten auf dem Friedhof Grünbaumstraße schreiten voran.
Die neue Grabanlage für die Beisetzung von Urnen nimmt stetig mehr und mehr Gestalt an.
Bei Ihren nächsten Besuchen werden Sie die Fortschritte im Bereich rechts unterhalb der Kapelle beobachten können.

Liebe Friedhofsbesucher,


vielleicht haben Sie es schon bemerkt – auf dem Friedhof Grünbaumstraße wird fleißig gearbeitet. Rechts unterhalb von der Kapelle, im „neuen“ Teil des Friedhofs, entsteht eine Grabanlage für die Beisetzung von Urnen. Mittelpunkt der kreisförmigen Anlage bildet der Pflasterweg, der derzeit angelegt wird, und an dessen Ende sich das ehemalige Turmkreuz der Stadtkirche am Fronhof befindet, das dort im Januar 2007 durch den Sturm Kyrill heruntergerissen wurde.
Zwischen bienenfreundlichen Stauden und Gräsern, teilweise unter Bäumen, sollen dort etwa 60 Einzelgräber für Urnen entstehen. Damit Sie als Nutzungsberechtige/-r keine Arbeit haben, wird die gesamte Anlage durch das Friedhofspersonal gepflegt.
Wir rechnen mit einer Fertigstellung im Sommer 2021. Über den genauen Termin werden wir Sie an dieser Stelle weiter informieren.

Bedauerlicher Vorfall, aber Fortsetzung im Jahr 2021

“Ich beobachte die Bienen gern. Ich bin völlig begeistert!” Gerhard Oberstraß ist Imker. Eines seiner Völker konnte er im Sommer 2020 in der hinteren Ecke auf dem Ketzberger Friedhof aufstellen. Der Standort ist geeignet, weil die Bienen dort ideale Lebensbedingungen haben: hinter der Friedhofshecke sind Felder, es gibt viele Wildblumen und auf dem Friedhof sind bienenfreundliche Pflanzen wie Lavendel. “Bienen haben einen Radius von zwei bis drei Kilometern. Hier finden sie alles”, sagt der 71jährige Oberstraß, der früher als Besteckschleifer arbeitete.

 

Beobachten auf Distanz
Bienen sind friedliche Tiere. “Sie stechen nur, wenn sie einen Grund haben”, weiß Oberstraß, nämlich wenn sie bedrängt oder gequetscht werden. Man kann Bienen gefahrlos aus einiger Entfernung beobachten. Dann sieht man, wie das Flugloch von Wächterbienen geschützt wird, oder wie Bienen mit viel Blütenstaub an den Beinen herangeflogen kommen. Das Bienenvolk besteht aus weiblichen Arbeiterbienen, die die Königin und die Larven versorgen. “Na Mädels”, begrüßt Gerhard Oberstraß seine Bienen, um die er sich regelmäßig kümmert. Er hat das Imker-Handwerk von seinem Schwiegersohn erlernt, der sich seit 15 Jahren für Bienen engagiert. Ein Bienenvolk ist ein sensibles Ganzes, es besteht aus 5.000 bis 50.000 Einzeltieren, deren Zusammenarbeit fasziniert.


Die Bienenstöcke hat der Imker vor dem Winter vom Ketzberger Friedhof abgeholt und bereitet sie vor, im nächsten Jahr wieder dort aufgestellt zu werden. Leider gab es einen unerfreulichen Zwischenfall, der dem Bienenvolk das Leben kostete: offenbar hat jemand unbefugt den Deckel des Bienenstocks geöffnet, dabei ist Ameisensäure verschüttet worden, die eigentlich gegen Milben schützt. Die veränderte Dosis der Säure hat dem sensible Bienenvolk nicht gut getan.

 

Respekt vor sensiblem Bienenvolk
Der Schaden ist auf Unachtsamkeit und Unkenntnis zurückzuführen, deshalb rät Imker Oberstraß, den Bienenstock nicht zu berühren. Die Absperrung darf nicht überwunden werden und auf keinen Fall soll jemand den Deckel öffnen. Ab Frühjahr 2021 soll es wieder ein Bienenvolk auf dem Ketzberger Friedhof geben. Einmal mehr zeigt sich, dass der Friedhof nicht nur ein Platz für Verstorbene ist, sondern auch ein natürlicher Lebensraum von ökologischem Wert.

 

Text: Bleckmann
Foto: Oberstraß, Bleckmann