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Aktuelles

Liebe Friedhofsbesucherinnen und -besucher,
in unserer Gemeinschaftsgrabanlage "Garten der Hoffnung" auf dem
Friedhof Grünbaumstraße sind schon viele Stauden in ihrer ganzen
Pracht erblüht. Damit Sie dies in Ruhe genießen und innehalten
können, haben wir nun noch eine Bank aufgestellt, die zum
Verweilen einlädt. Nehmen Sie gern Platz.

Was kommt dabei heraus, wenn der Nachhaltigkeitsausschuss und der Friedhofsausschuss
zusammenarbeiten?
Na klar, ein nachhaltiges Friedhofsprojekt! Im Herbst war neben dem Friedhofseingang
eine Bienenwiese angelegt worden, die einen kleinen Beitrag gegen das
Insektensterben leisten und vor allem uns die Wichtigkeit der Bienen nahebringen soll.
Denn nur, wenn Insekten genügend Nahrung finden, können sie auch unsere Nutzpflan-
zen bestäuben und damit uns zu Nahrung verhelfen. Damit die Insekten nicht nur
überleben sondern sich auch vermehren können, bieten wir ihnen nun auch ein
komfortables Dach über dem gestreiften Köpfchen, das die Familienplanung erleichtern
dürfte. Am 20. April 2022 haben begeisterte Kinder und Erwachsene die einzelnen Kästen des von der Stadt gesponserten Bienenhotels
unter fachkundiger Anleitung gefüllt. In der eigens dafür aufgebauten Werkstatt wurde gebohrt, Bambus und Schilfmatten gesägt und
mit Lehm gearbeitet. Einzeln müssen die kleinen Röhrchen in den Lehm gedrückt werden, denn die Bienen möchten es sicher ver-
schlossen haben für ihren Nachwuchs. Den Eingang verschließen sie selbst, was wir dann in den nächsten Wochen anschauen können.
Interessant wird es sein, die wechselnde Nutzung im Laufe der Zeit zu beobachten. Im ersten Jahr werden nur wenige Insekten
einziehen, deren Kinder aber bei uns bleiben und dann auch selber dort ihre Eier ablegen, bis zu acht pro Loch. Im dritten Jahr
dürfte es dann richtig brummen. Noch ein Grund mehr, unsere schöne Kapelle mit dem Friedhof zu besuchen, dort zu verweilen und
Neues zu entdecken.

Liebe Friedhofsbesucherinnen und -besucher,
Auf dem Friedhof Regerstraße ist in den vergangenen Tagen
ein weiteres Kolumbarium errichtet worden. Sie finden es,
vom Haupteingang kommend, sofort links, unweit der Kapelle
und in der Nähe des Baums der Hoffnung. Die Pflasterarbeiten
sind mittlerweile auch abgeschlossen, sodass in dieser
Grabanlage ab sofort beerdigt werden kann.

Unzähligen trauernden Menschen hat der kleine Bau dabei geholfen, würdevoll von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen. Jetzt braucht die denkmalgeschützte Kapelle auf dem Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße selbst Hilfe!
Mehr als 118 Jahre nach ihrer Errichtung und 66 Jahre nach der ersten Sanierung ist die Kapelle aus den Fugen geraten. Über die Jahrzehnte haben Regen, Wind und Frost den Mörtel zwischen den Steinen gelöst. Niederschlagswasser dringt ungehindert in das Innere der ehrwürdigen Mauern und beschädigt nach und nach das gesamte Gebäude. Außerdem braucht die Kapelle endlich einen barrierefreien Zugang, damit auch gehbehinderte Menschen die Trauerhalle gut erreichen können. Der barrierefreie Zugang steht noch unter dem Vorbehalt der aufsichtlichen Genehmigung. Und schließlich sollen eine neue Heizung und überarbeitete Dachfenster dafür sorgen, dass Trauergemeinden auch im Winter nicht frieren müssen.
Für die notwendigen Arbeiten kalkuliert der Architekt gut 200.000 Euro. 75 Prozent können die Evangelische Kirchengemeinde Dorp, die Lutherkirchengemeinde und die Stadtkirchengemeinde als gemeinsame Eigentümer aus Mitteln des Friedhofs selbst aufbringen. Das restliche Viertel soll zur Hälfte aus Mitteln des Denkmalschutzes und aus Spenden kommen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Das Ziel: Spendenaufrufe und Benefizveranstaltungen bringen 25.000 Euro in die Baukasse für die Sanierung dieses Kleinods der Solinger Bestattungskultur. Wir bitten herzlich: Helfen Sie mit! Damit die Friedhofskapelle Grünbaumstraße auch in Zukunft ein Gebäude bleibt, in dem trauernde Menschen würdevoll von ihren Verstorbenen Abschied nehmen können.

 

Spendenkonto der Ev. Kirchengemeinde Dorp:
IBAN: DE77 3506 0190 1088 3521 02 Zweck: Sanierung Friedhofskapelle Grünbaumstraße

 

Damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zuschicken können, notieren Sie bitte Ihre vollständige Adresse in den Verwendungszweck der Überweisung!

 

Info
Die Friedhofskapelle des Evangelischen Friedhofs Grünbaumstraße wurde 1903 am Rande der damaligen Hofschaft Dorp im neuromanischen Stil errichtet. Das war elf Jahre bevor in der unmittelbaren Nachbarschaft die Kirche neu eingeweiht wurde, die wir heute als Dorper Kirche kennen.
Die Friedhofskapelle zeigt aus der Vogelperspektive als Grundriss die Form eines griechischen Kreuzes. Die Wahl dieses Grundrisses und der verbauten Steine weisen deutliche Parallelen zur der zwei Jahre älteren Lutherkirche aus demselben Büro der Architekten Cornehls und Fritsche auf. 1956 wurden unter anderem der verglaste Windfang und die Freitreppe am Eingang ergänzt.
Heute steht die Kapelle des Evangelischen Friedhofs Grünbaumstraße unter Denkmalschutz. Damit wird ihre architekturgeschichtliche Bedeutung gewürdigt: als typisches Friedhofsbauwerk für das Ende des 19. Jahrhunderts, das die Funktionen von Kirche und Aufbahrungsort für die Verstorbenen in einem Gebäude vereint.

Bereits seit dem letzten Jahr ist auch der Totensonntag durch die Corona-Pandemie geprägt.
Gemeinsam mit der Stadt Solingen haben die Evangelischen Kirchengemeinden Dorp,
Luther-Kirchengemeinde und Stadtkirchengemeinde insbesondere zum Gedenken an die an
und mit Corona verstorbenen Menschen der zurückliegenden beiden Jahre auf ihren Friedhöfen
besondere Gedenkorte geschaffen. Auf den evangelischen Friedhöfen Kasinostraße,
Grünbaumstraße und Regerstraße wurde je ein „Baum der Hoffnung“ zum Gedenken an die Opfer
der Corona-Pandemie gepflanzt. Zur Verfügung gestellt wurden die Bäume von der Stadt Solingen.
„Diese besonderen Orte sollen betroffene Angehörige einladen, ihre Klage und ihren Schmerz vor
Gott zu bringen“, erklärt Stadtkirchen-Pfarrerin Friederike Höroldt, die im Evangelischen
Kirchenkreis eine Arbeitsgruppe leitet, die sich mit der Weiterentwicklung der neun evangelischen Friedhöfe in der Klingenstadt befasst.
Höroldt: „Die drei Bäume der Hoffnung stehen aber auch für unsere Hoffnung, dass Gott unsere Gebete hört und dass unsere Verstorbenen
bei Gott geborgen sind.“ Angehörige können die „Bäume der Hoffnung“ dabei auch selber mitgestalten, erklärt die Pfarrerin: „Wir
ermutigen trauernde Angehörige ausdrücklich, eigene Symbole ihrer Trauer und ihres Andenkens in den Baum zu hängen und ihn dadurch
auch zu ihrem persönlichen Baum der Hoffnung zu machen.“